Treue Gladbacher


Bor. Mönchengladbach .:. Kader 2000/2001

Torhüter

1

Uwe Kamps

 

12.06.1964

 

12

Bernd Meier

 

11.02.1972

 

Abwehr

5

Slađan Ašanin

 

13.08.1971

 

2

Max Eberl

 

21.09.1973

 

4

Steffen Korell

 

27.10.1971

 

17

Quido Lanzaat

 

30.09.1979

 

15

Marcelo Pletsch

 

13.05.1976

 

Mittelfeld

30

Jens Bäumer

 

09.08.1978

 

6

Igor Demo

 

18.09.1975

 

20

Matthias Hagner

 

15.08.1974

 

21

Markus Hausweiler

 

15.04.1976

 

19

Bernd Korzynietz

 

08.09.1979

 

7

Peter Nielsen

 

03.06.1968

 

22

Benjamin Schüßler

 

04.05.1981

 

18

Stephane Stassin

 

08.10.1976

 

16

Berthil ter Avest

 

19.11.1970

 

11

Marcel Witeczek

 

18.10.1968

 

Sturm

23

Lawrence Aidoo

 

14.01.1982

 

13

Benjamin Auer

 

11.01.1981

 
 

Mehdi Ben Slimane

 

05.01.1973

 

29

Markus Osthoff

 

19.11.1968

 

10

Peter van Houdt

 

04.11.1976

 

9

Arie van Lent

 

31.08.1970

 

Trainer

 

Hans Meyer

 

03.11.1942

 

Co-Trainer

 

Michael Frontzeck

 

26.03.1964

 
 

Manfred Stefes

 

28.03.1967

 

 

2. Borussia Mönchengladba

Aufstieg

Der 1. FC Nürnberg und Borussia Mönchengladbach standen bereits vor dem letzten Spieltag als

Aufsteiger in die Bundesliga fest. Um den dritten Aufstiegsplatz kämpften an diesem letzten Spieltag

 vier Mannschaften: der FC St. Pauli, Waldhof Mannheim, Greuther Fürth und LR Ahlen. St. Pauli

 hatte als Tabellendritter einen Punkt Vorsprung auf Mannheim und drei Punkte Vorsprung auf Fürth

 und Ahlen.

Während Mannheim bereits zur Pause gegen Mainz in Führung gegangen war und einen ungefährdeten

 Sieg einfahren konnte, musste St. Pauli beim bereits feststehenden Aufsteiger 1. FC Nürnberg antreten.

Nach dem 0:1-Rückstand konnten die Hamburger diese Partie jedoch noch drehen; dabei fiel der

 entscheidende Treffer in der 76. Minute.

Der Aufstieg des FC St. Pauli galt für viele als Sensation, da der Verein in der Vorsaison nur knapp

den Klassenerhalt geschafft hatte. Auch das gute Abschneiden von Waldhof Mannheim und dem

Aufsteiger LR Ahlen war für viele eine Überraschung.

Abstieg

Als erster Absteiger der Saison stand der Chemnitzer FC, der insgesamt nur drei Spiele gewann, schon

mehrere Wochen vor Saisonende fest. Auch die Stuttgarter Kickers, die nur aufgrund des Lizenzentzugs

für Tennis Borussia Berlin in der Vorsaison in der 2. Bundesliga antreten durften, und der

Bundesliga-Absteiger SSV Ulm hatten am letzten Spieltag keine Chance mehr auf den Klassenerhalt.

Die einzigen Mannschaften, die um den Klassenerhalt kämpften, waren schließlich Bielefeld und

Liganeuling Osnabrück. Bielefeld gewann sein Spiel gegen Saarbrücken mit 4:2 und hielt die Klasse.

 Osnabrück erreichte in Duisburg nur ein 2:2 und stieg als vierte Mannschaft ab.

Der SSV Ulm erhielt nach dem Abstieg aus der zweiten Liga keine Lizenz für die Regionalliga,

aus wirtschaftlichen Gründen. Der Verein wurde in die viertklassige Oberliga Baden-Württemberg

eingestuft. Da ein Insolvenzverfahren gegen den Verein eingeleitet wurde, stand der Verein als

automatischer Absteiger aus der Oberliga fest. Ulm spielte 2001/02 mit der vormaligen zweiten Mannschaft in der fünften Spielklasse, der Verbandsliga Württemberg.

 

 

 

Bor. Mönchengladbach .:. Kader 2001/2002

Torhüter

33

Otto Fredrikson

 

30.11.1981

 

1

Uwe Kamps

 

12.06.1964

 

12

Bernd Meier

 

11.02.1972

 

31

Michael Melka

 

09.07.1978

 

28

Jörg Stiel

 

03.03.1968

 

Abwehr

5

Slađan Ašanin

 

13.08.1971

 

2

Max Eberl

 

21.09.1973

 

4

Steffen Korell

 

27.10.1971

 

17

Quido Lanzaat

 

30.09.1979

 

15

Marcelo Pletsch

 

13.05.1976

 

3

Markus Münch

 

07.09.1972

 

Mittelfeld

30

Jens Bäumer

 

09.08.1978

 

6

Igor Demo

 

18.09.1975

 

20

Daniel Felgenhauer

 

10.05.1976

 

21

Markus Hausweiler

 

15.04.1976

 

24

Peer Kluge

 

22.11.1980

 

19

Bernd Korzynietz

 

08.09.1979

 

7

Peter Nielsen

 

03.06.1968

 

22

Benjamin Schüßler

 

04.05.1981

 

18

Stephane Stassin

 

08.10.1976

 

16

Berthil ter Avest

 

19.11.1970

 

8

Ivo Ulich

 

05.09.1974

 

11

Marcel Witeczek

 

18.10.1968

 

Sturm

23

Lawrence Aidoo

 

14.01.1982

 

13

Benjamin Auer

 

11.01.1981

 

14

Marco Küntzel

 

22.01.1976

 

26

Marcin Mięciel

 

22.12.1975

 

29

Markus Osthoff

 

19.11.1968

 

10

Peter van Houdt

 

04.11.1976

 

9

Arie van Lent

 

31.08.1970

 

Trainer

 

Hans Meyer

 

03.11.1942

 

Co-Trainer

 

Michael Frontzeck

 

26.03.1964

 
 

Manfred Stefes

 

28.03.1967

 

 

12. Borussia Mönchengladbach

Saisonüberblick

Die Bundesliga-Saison 2001/02 prägte wie keine andere das Bild des ewigen Zweiten

Bayer 04 Leverkusen. Nach dem 31. Spieltag hatten die Leverkusener als Tabellenführer fünf Punkte

Vorsprung in der Tabelle. Sie waren ebenso ins Finale des DFB-Pokals und der Champions League

eingezogen und standen vor einem möglichen dreifachen Triumph.

In der Bundesliga verlor Leverkusen am 32. Spieltag sein Heimspiel gegen Werder Bremen mit 1:2,

am 33. Spieltag ging die Partie beim abstiegsbedrohten 1. FC Nürnberg ebenfalls verloren, diesmal

mit 0:1. Damit verlor Leverkusen auch die Tabellenführung an Borussia Dortmund, das ein hoch

dramatisches Spiel beim HSV mit 4:3 gewann. Die Dortmunder verteidigten mit Trainer

 Matthias Sammer den Spitzenplatz am letzten Spieltag und gewannen gegen Bremen mit 2:1.

Der 2:1-Sieg der Leverkusener gegen Hertha BSC reichte nicht mehr für den Titel.

Anschließend verlor Leverkusen auch die beiden Endspiele in den Pokalwettbewerben, das

 DFB-Pokalendspiel mit 2:4 gegen FC Schalke 04, das Finale der Champions League mit 1:2

 gegen Real Madrid.

FC Bayern München, in den drei Jahren zuvor jeweils Deutscher Meister, landete nur auf dem

dritten Platz in der Liga, gewann aber im November 2001 den Weltpokal.

Für den UEFA-Cup qualifizierte sich neben Schalke 04 und Hertha BSC auch der Sechste der

Bundesliga, Werder Bremen, da die beiden Finalteilnehmer des DFB-Pokals bereits über die

Bundesligatabelle für den Europa-Pokal qualifiziert waren.

Der 1. FC Kaiserslautern, der zu Beginn der Saison noch mit sieben Siegen an den ersten sieben

Spieltagen für Furore gesorgt hatte, qualifizierte sich nicht für einen europäischen Pokalwettbewerb.

Der Abstiegskampf wurde am 33. Spieltag entschieden, als St. Pauli seine letzte Chance verspielte,

Freiburg im direkten Duell in Köln unterlag und der Sieg der Nürnberger auch für Köln den

Abstieg bedeutete.

Auffällig in dieser Saison war das starke Punktegefälle zwischen der Spitze und der Abstiegszone:

Fünf Mannschaften mit mehr als 60 Punkten gab es seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995 nie,

für den Einzug in den UEFA-Cup reichten 56 Punkte (Kaiserslautern auf Platz 7) nicht aus. Auf der

 anderen Seite sicherten sich Nürnberg und Rostock mit 34 Punkten den Ligaverbleib.

 

 

 

Bor. Mönchengladbach .:. Kader 2002/2003

Torhüter

33

Otto Fredrikson

 

30.11.1981

 

38

Uwe Kamps

 

12.06.1964

 

31

Michael Melka

 

09.07.1978

 

1

Jörg Stiel

 

03.03.1968

 

Abwehr

5

Slađan Ašanin

 

13.08.1971

 

2

Max Eberl

 

21.09.1973

 

4

Steffen Korell

 

27.10.1971

 

15

Marcelo Pletsch

 

13.05.1976

 

28

Sebastian Plate

 

07.08.1979

 

44

Stephan Schulz-Winge

 

13.09.1974

 

7

Jeff Strasser

 

05.10.1974

 

Mittelfeld

30

Jens Bäumer

 

09.08.1978

 

6

Igor Demo

 

18.09.1975

 

39

Daniel Embers

 

14.04.1981

 

20

Daniel Felgenhauer

 

10.05.1976

 

36

Enrico Gaede

 

31.01.1982

 

21

Markus Hausweiler

 

15.04.1976

 

27

Marcel Ketelaer

 

03.11.1977

 

24

Peer Kluge

 

22.11.1980

 

19

Bernd Korzynietz

 

08.09.1979

 

18

Stephane Stassin

 

08.10.1976

 

8

Ivo Ulich

 

05.09.1974

 

Sturm

23

Lawrence Aidoo

 

14.01.1982

 

29

Mikael Forssell

 

15.03.1981

 

14

Marco Küntzel

 

22.01.1976

 

16

Jan Schlaudraff

 

18.07.1983

 

17

Morten Skoubo

 

30.06.1980

 

45

Andreas Spann

 

17.05.1984

 

10

Peter van Houdt

 

04.11.1976

 

12

Joris van Hout

 

10.01.1977

 

9

Arie van Lent

 

31.08.1970

 

Trainer

 

Ewald Lienen

 

28.11.1953

 

Co-Trainer

 

Michael Frontzeck

 

26.03.1964

 
 

Manfred Stefes

 

28.03.1967

 

Torwart-Trainer

 

Uwe Kamps

 

12.06.1964

 

12. Borussia Mönchengladbach

Saisonüberblick

Mit Michael Ballack und Zé Roberto wechselten zur neuen Saison zwei Pfeiler der erfolgreichen

Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen zum FC Bayern München, ebenso Sebastian Deisler.

Die 40. Bundesliga-Saison verlief an der Tabellenspitze wenig spektakulär. Bereits am 30. Spieltag

 gewann der FC Bayern München unter Trainer Ottmar Hitzfeld die Deutsche Meisterschaft. Negative

 Überraschung war Bayer Leverkusen, das im Vorjahr fast Meister geworden wäre. Erst am letzten

Spieltag sicherte sich der Verein mit einem 1:0 in Nürnberg den Klassenerhalt. Zuvor ereigneten sich

fast wöchentliche Kuriositäten bei Bayer Leverkusen, so wurde Trainer Thomas Hörster entlassen,

weil er nicht mehr an den Klassenerhalt nach einer 1:4-Niederlage in Hamburg glaubte. Ebenso war

 Udo Lattek schon als Trainer gehandelt, trat dann aber aus gesundheitlichen Gründen seinen Posten

nicht an, stattdessen betätigte sich Jürgen Kohler für einige Monate als Sportchef und zwei Spieltage

 vor Saisonende wurde Klaus Augenthaler neuer Trainer, nachdem er einige Wochen zuvor bei

Absteiger Nürnberg entlassen wurde. Der 1. FC Nürnberg musste ebenso wie Arminia Bielefeld und

Energie Cottbus in die Zweite Bundesliga absteigen. Aufsteiger Hannover konnte sich vor allem

 aufgrund beachlicher acht Auswärtssiege in der Liga behaupten.

Der letzte Spieltag der Saison 2002/03 bezog seine Spannung aus dem Kampf um den zweiten

Tabellenplatz, der zur direkten Qualifikation zur Champions League berechtigte. Borussia Dortmund

ging als Zweiter mit 57 Punkten in den 34. Spieltag und musste zu Hause gegen Absteiger

Energie Cottbus antreten, eine vermeintlich leichte Aufgabe. Der drittplatzierte VfB Stuttgart, der

einen Punkt Rückstand auf Dortmund hatte, spielte ebenfalls im eigenen Stadion gegen den

 VfL Wolfsburg.

Der VfB Stuttgart gewann in einem unspektakulären Spiel souverän mit 2:0 gegen die Wölfe. Es kam

 nun alles auf das Ergebnis aus Dortmund an. Bei einem Unentschieden würde der VfB Stuttgart auf

den zweiten Platz vorrücken, die Dortmunder müssten dann als Dritter in die Qualifikation zur

Champions League. Gewänne der BVB, würde sich am Tabellenstand nichts ändern.

Alles begann zunächst planmäßig im Westfalenstadion. Die Dortmunder gingen durch ein Tor von

 Tomáš Rosický in der 25. Minute in Führung. Verblüffenderweise ließ sich der zu diesem Zeitpunkt

 bereits abgestiegene FC Energie Cottbus jedoch nicht vorführen und hielt dagegen. Dortmund fand

kein Rezept gegen die in Teilen spielerisch überlegenen Cottbuser und geriet selbst immer wieder

 unter Druck. In der 74. Minute nahm das Dortmunder Drama dann seinen Lauf. Der Cottbuser

Mittelfeldspieler Timo Rost köpfte den Ball zum 1:1 ins Dortmunder Tor. Der BVB schaffte es in

den Schlussminuten nicht, ein weiteres Tor zu erzielen und wurde am Ende Dritter.

Der VfB zog als Vize-Meister in die Champions League ein. Ein erfolgreicher Abschluss einer

bemerkenswerten Karriere von Krassimir Balakow, der im letzten Pflichtspiel sogar noch ein Tor

erzielen konnte. Neben Balakow beendeten auch die ehemaligen deutschen Nationalspieler Ulf Kirsten

und Michael Preetz ihre Spielerkarrieren.

 

 

 

Bor. Mönchengladbach .:. Kader 2003/2004

Torhüter

31

Michael Melka

 

09.07.1978

 

40

Claus Reitmaier

 

17.03.1964

 

1

Jörg Stiel

 

03.03.1968

 

Abwehr

5

Slađan Ašanin

 

13.08.1971

 

2

Max Eberl

 

21.09.1973

 

4

Steffen Korell

 

27.10.1971

 

15

Marcelo Pletsch

 

13.05.1976

 

14

Milan Obradović

 

03.08.1977

 

28

Sebastian Plate

 

07.08.1979

 

23

Rubén

 

29.01.1982

 

44

Stephan Schulz-Winge

 

13.09.1974

 

7

Jeff Strasser

 

05.10.1974

 

Mittelfeld

29

Thomas Broich

 

29.01.1981

 

3

Bradley Carnell

 

21.01.1977

 

6

Igor Demo

 

18.09.1975

 

36

Enrico Gaede

 

31.01.1982

 

21

Markus Hausweiler

 

15.04.1976

 

22

Oliver Kirch

 

21.08.1982

 

24

Peer Kluge

 

22.11.1980

 

11

Joonas Kolkka

 

28.09.1974

 

19

Bernd Korzynietz

 

08.09.1979

 

18

Pascal Ojigwe

 

11.12.1976

 

8

Ivo Ulich

 

05.09.1974

 

Sturm

30

Tomislav Maric

 

28.01.1973

 

43

Marcel Podszus

 

20.08.1976

 

16

Jan Schlaudraff

 

18.07.1983

 

20

Andreas Spann

 

17.05.1984

 

25

Václav Svěrkoš

 

01.11.1983

 

13

Joris van Hout

 

10.01.1977

 

9

Arie van Lent

 

31.08.1970

 

Trainer

 

Holger Fach

 

06.09.1962

 

Co-Trainer

 

Stefan Mücke

 

26.03.1955

 

Torwart-Trainer

 

Uwe Kamps

 

12.06.1964

 

 

11. Borussia Mönchengladbach

Saisonüberblick

Werder Bremen wurde unter Thomas Schaaf mit sechs Punkten Vorsprung vor dem FC Bayern München

 Deutscher Meister. Hatte es im Verlauf der Hinrunde noch nach einer spannenden Saison mit vier

 Meisterschaftskandidaten – Werder Bremen, VfB Stuttgart, Bayer 04 Leverkusen und dem

 FC Bayern München – ausgesehen, die sich vom Rest der Liga deutlich abhoben, so setzte sich

 Werder Bremen dank einer Serie von 23 Spielen ohne Niederlage in Folge nach der Winterpause

 seinerseits von der Konkurrenz ab und war nicht mehr einzuholen. Die Meisterschaft sicherte sich

Werder Bremen am 32. Spieltag durch ein souveränes 3:1 beim direkten Konkurrenten und Verfolger

 Bayern München.

Die Bremer erzielten die meisten Tore der Liga und stellten mit Aílton den Torschützenkönig und

 Fußballer des Jahres sowie mit ihm und Ivan Klasnić (13 Tore, 11 Vorbereitungen) den besten Sturm.

 Im Mittelfeld bildeten Johan Micoud, Fabian Ernst, Frank Baumann und Krisztián Lisztes bzw.

Tim Borowski eine sogenannte Raute die durch schnelles und sicheres Kombinationsspiel überzeugte.

Die Bremer Abwehr ließ die zweitwenigsten Tore der ganzen Liga zu und trug wesentlich zur

Meisterschaft bei. Stützen der Abwehr waren u. a. Mladen Krstajić, die Neuzugänge Ümit Davala

und Valérien Ismaël sowie der neue Torwart Andreas Reinke.

Eine weitere positive Überraschung waren gute Platzierung und UEFA-Cup-Qualifikation

des VfL Bochum. Die negative Überraschung war das schlechte Abschneiden von Hertha BSC,

welche anfangs als einer der Kandidaten für die Champions League galt, jedoch lange um den

Klassenerhalt zittern musste.11.489.167 Zuschauer (37.546 pro Spiel) besuchten die Stadien.

 

 

 

Bor. Mönchengladbach .:. Kader 2004/2005

Torhüter

1

Darius Kampa

 

16.01.1977

 

26

Kasey Keller

 

29.11.1969

 

31

Michael Melka

 

09.07.1978

 

30

Sead Ramović

 

14.03.1979

 

Abwehr

3

Filip Daems

 

31.10.1978

 

2

Max Eberl

 

21.09.1973

 

14

Milan Fukal

 

16.05.1975

 

15

Marcelo Pletsch

 

13.05.1976

 

18

Craig Moore

 

12.12.1975

 

35

Sebastian Plate

 

07.08.1979

 

7

Jeff Strasser

 

05.10.1974

 

5

Nico Van Kerckhoven

 

14.12.1970

 

Mittelfeld

11

Jörg Böhme

 

22.01.1974

 

29

Thomas Broich

 

29.01.1981

 

21

Markus Hausweiler

 

15.04.1976

 

32

Marcell Jansen

 

04.11.1985

 

22

Oliver Kirch

 

21.08.1982

 

24

Peer Kluge

 

22.11.1980

 

19

Bernd Korzynietz

 

08.09.1979

 

40

Eugen Polanski

 

17.03.1986

 

16

Bernd Thijs

 

28.06.1978

 

8

Ivo Ulich

 

05.09.1974

 

23

Christian Ziege

 

01.02.1972

 

Sturm

10

Giovane Élber

 

23.07.1972

 

28

Marek Heinz

 

04.08.1977

 

27

Oliver Neuville

 

01.05.1973

 

9

Wesley Sonck

 

09.08.1978

 

25

Václav Svěrkoš

 

01.11.1983

 

13

Joris van Hout

 

10.01.1977

 

Trainer

 

Horst Köppel

 

17.05.1948

 

Co-Trainer

 

Michael Oenning

 

27.09.1965

 
 

Pim Verbeek

 

12.03.1956

 

Torwart-Trainer

 

Uwe Kamps

 

12.06.1964

 

15. Borussia Mönchengladbach

Saisonüberblick

Zum Saisonbeginn wechselten Aílton und Mladen Krstajić (beide Werder Bremen) und

Marcelo Bordon (VfB Stuttgart) zum FC Schalke 04. Der FC Bayern München verpflichtete

Weltmeister Lúcio von Bayer 04 Leverkusen.Am Ende gewann der FC Bayern seine neunzehnte

 Meisterschaft. Lange hatte es einen Zweikampf zwischen München und Schalke 04 gegeben.

Ralf Rangnick hatte die Gelsenkirchener als Nachfolger des entlassenen Jupp Heynckes von Platz 15

auf Platz 2 geführt und Schalke übernahm am 25. Spieltag nach einem Sieg gegen Bayern München

 die Tabellenführung, doch sicherten sich die Bayern nach neun abschließenden Siegen in Folge unter

ihrem neuen Trainer Felix Magath mit 14 Punkten Vorsprung auf Schalke 04 letztlich souverän den Titel.

In einem spannenden Finish sicherte sich Werder Bremen am letzten Spieltag den dritten Platz und damit

 die Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League vor Hertha BSC und dem VfB Stuttgart.

Novum: Erstmals bestritten der Meister und der Vize-Meister auch das Pokalendspiel. Bayern gewann

dies mit 2:1.

Borussia Dortmund erlebte neben einem sportlichen Tief und wirtschaftlichen Schwierigkeiten den Sturz

von Präsident Gerd Niebaum und Manager Michael Meier. Alle drei Aufsteiger konnten die Klasse halten.

Mit Hansa Rostock stieg der einzige ostdeutsche Verein nach zehn Jahren in der Bundesliga ab. Da sich

beide Finalisten des DFB-Pokals für die Champions League qualifiziert hatten, rückte

Bayer 04 Leverkusen auf Platz sechs in den UEFA-Pokal nach.

11.560.974 Zuschauer (Schnitt 37.781) besuchten die Stadien.

 

 

 

Bor. Mönchengladbach .:. Kader 2005/2006

Torhüter

1

Darius Kampa

 

16.01.1977

 

26

Kasey Keller

 

29.11.1969

 

31

Michael Melka

 

09.07.1978

 

Abwehr

20

Kasper Bøgelund

 

08.10.1980

 

33

Marvin Compper

 

14.06.1985

 

3

Filip Daems

 

31.10.1978

 

18

Milan Fukal

 

16.05.1975

 

4

Thomas Helveg

 

24.06.1971

 

7

Jeff Strasser

 

05.10.1974

 

2

Bo Svensson

 

04.08.1979

 

13

Zé António

 

14.03.1977

 

Mittelfeld

29

Thomas Broich

 

29.01.1981

 

14

Hassan El-Fakiri

 

18.04.1977

 

36

Robert Fleßers

 

11.02.1987

 

5

Marcell Jansen

 

04.11.1985

 

22

Oliver Kirch

 

21.08.1982

 

24

Peer Kluge

 

22.11.1980

 

8

Krisztian Lisztes

 

02.07.1976

 

21

Niels Oude Kamphuis

 

14.11.1977

 

19

Eugen Polanski

 

17.03.1986

 

16

Bernd Thijs

 

28.06.1978

 

Sturm

15

Kahê

 

28.08.1982

 

35

Bekim Kastrati

 

25.09.1979

 

27

Oliver Neuville

 

01.05.1973

 

23

Nando Rafael

 

10.01.1984

 

9

Wesley Sonck

 

09.08.1978

 

Trainer

     Dick Advocaat

Co-Trainer

 

Jørn Andersen

 

03.02.1963

 
 

Uwe Speidel

 

27.03.1971

 

Torwart-Trainer

 

Uwe Kamps

 

12.06.1964

 

 

10. Borussia Mönchengladbach

Saisonüberblick

Der FC Bayern stand mit Ausnahme des ersten und des neunten Spieltages ununterbrochen auf dem ersten

 Tabellenplatz und sicherte sich bereits am vorletzten Spieltag den Meistertitel. Am Ende hatten die

Bayern fünf Punkte Vorsprung auf Werder Bremen. Die Bremer gewannen am letzten Spieltag 2:1 beim

 bis dahin zweitplatzierten Hamburger SV und übernahmen selbst den zweiten Platz, der zur direkten

Teilnahme an der UEFA Champions League berechtigt. Da der Pokalsieger Bayern München als

Deutscher Meister an der Champions League teilnimmt, qualifizierte sich der Vize-Pokalsieger

Eintracht Frankfurt für den UEFA-Pokal.

Während der MSV Duisburg und der 1. FC Köln schon vor Saisonende als Absteiger feststanden, kam

es am letzten Spieltag zu einem direkten Duell um den Klassenerhalt zwischen dem VfL Wolfsburg

und dem 1. FC Kaiserslautern. Die Wolfsburger hatten einen Punkt Vorsprung auf Kaiserslautern, den

sie durch ein 2:2 verteidigen konnten. Somit stieg der 1. FC Kaiserslautern zum zweiten Mal nach 1996

 aus der Bundesliga ab.

Positiv überraschten neben dem Hamburger SV, der sich in der Bundesligaspitze festsetzte,

Arminia Bielefeld und Mainz 05, die in der Bundesliga blieben, obwohl sie zuvor als klare

Abstiegskandidaten gegolten hatten, sowie vor allem im Saisonverlauf der 1. FC Nürnberg. Nach dem

 zwölften Spieltag noch auf dem letzten Tabellenplatz liegend, startete der Club unter dem neu

engagierten Trainer Hans Meyer eine Aufholjagd, war in der Rückrunde vierterfolgreichste Mannschaft

 und belegte am Ende noch Platz 8 vor dem VfB Stuttgart. Negativ überraschte vor allem der

VfL Wolfsburg, der einen Platz in einem internationalen Wettbewerb angestrebt hatte, am Ende aber

nur knapp dem Abstieg entkam – mit der geringsten Punktzahl, mit der seit Einführung der

Dreipunkteregel der Klassenerhalt erreicht wurde. Nach der Übernahme durch den Trainer

Klaus Augenthaler rutschte die Mannschaft vom 13. auf den 15. Platz ab.

 

Bor. Mönchengladbach .:. Kader 2006/2007

Torhüter

19

Christofer Heimeroth

 

01.08.1981

 

1

Kasey Keller

 

29.11.1969

 

31

Michael Melka

 

09.07.1978

 

Abwehr

20

Kasper Bøgelund

 

08.10.1980

 

33

Marvin Compper

 

14.06.1985

 

3

Filip Daems

 

31.10.1978

 

28

Steve Gohouri

 

08.02.1981

 

37

Tobias Levels

 

22.11.1986

 

18

Tim Rubink

 

12.01.1988

 

2

Bo Svensson

 

04.08.1979

 

13

Zé António

 

14.03.1977

 

Mittelfeld

29

Alexander Baumjohann

 

23.01.1987

 

17

David Degen

 

15.02.1983

 

14

Hassan El-Fakiri

 

18.04.1977

 

36

Robert Fleßers

 

11.02.1987

 

10

Federico Insúa

 

03.01.1980

 

5

Marcell Jansen

 

04.11.1985

 

22

Oliver Kirch

 

21.08.1982

 

24

Peer Kluge

 

22.11.1980

 

39

Marko Marin

 

13.03.1989

 

6

Eugen Polanski

 

17.03.1986

 

8

Sebastian Svård

 

15.01.1983

 

16

Bernd Thijs

 

28.06.1978

 

7

Mikkel Thygesen

 

22.10.1984

 

21

Johannes van den Bergh

 

21.11.1986

 

Sturm

26

Michael Delura

 

01.07.1985

 

15

Kahê

 

28.08.1982

 

25

Moses Lamidi

 

05.01.1988

 

27

Oliver Neuville

 

01.05.1973

 

23

Nando Rafael

 

10.01.1984

 

41

René Schnitzler

 

14.04.1985

 

9

Wesley Sonck

 

09.08.1978

 

Trainer

 

Jos Luhukay

 

13.06.1963

 

Co-Trainer

 

Markus Gellhaus

 

09.06.1970

 

Torwart-Trainer

 

Uwe Kamps

 

12.06.1964

 

 

18. Borussia Mönchengladbach = Abstieg in Liga II

Saisonverlauf

 

 

Der Titelgewinn des VfB Stuttgart war für viele überraschend; das Team von Trainer Armin Veh und

Manager Horst Heldt war neu zusammengestellt worden und zugleich die jüngste Mannschaft der Liga,

so dass sie vor Saisonbeginn allenfalls als Kandidat für einen Platz im UEFA-Pokal galt. Nachdem die

Mannschaft im ersten Spiel mit einer Heimniederlage gegen den 1. FC Nürnberg gleich ans Tabellenende

gelangte und nach einer weiteren Heimniederlage gegen Borussia Dortmund einen für den VfB

 unbefriedigenden Saisonstart hatte, schien auch während der Spielzeit zunächst nichts auf einen

Titelgewinn der Schwaben hinzudeuten: Als Favoriten galten die vier Erstplatzierten der Saison 2005/06

 – FC Bayern München, Werder Bremen, der Hamburger SV und der FC Schalke 04 –, die mit Ausnahme

 der Hamburger bereits an den ersten Spieltagen oben mitspielten und auch bis zum Ende der Spielzeit in

den Kampf um die Meisterschaft involviert waren.

In der Hinrunde glänzte dabei vor allem Werder Bremen, das sich vor der Spielzeit mit dem brasilianischen

 Spielmacher Diego und dem deutschen Innenverteidiger Per Mertesacker verstärkt hatte und nach Ansicht

vieler Experten den schönsten Fußball der Liga spielte. Insbesondere die Auswärtssiege in Bochum,

Mainz und Frankfurt, als Werder jeweils sechs Treffer erzielte, machten die Mannschaft von

 Trainer Thomas Schaaf schnell zum Favoriten auf den Titelgewinn. Da Werder sich jedoch immer

wieder Schwächen erlaubte, konnte sich die Mannschaft niemals von ihren Verfolgern absetzen und war

zur Winterpause auch nur punktgleich mit Schalke Herbstmeister. Die Gelsenkirchener waren ebenfalls

 mäßig in die Saison gestartet, hatten jedoch nach dem 0:3 in Stuttgart am neunten Spieltag – dem Beginn

der Aufholjagd des VfB – eine Serie von 13 Spielen ohne Niederlage gestartet, die sie zu Beginn der

Rückrunde an die Tabellenspitze führte.

Bayern München spielte derweil die schlechteste Saison seit der Spielzeit 1994/95; trotz des

Trainerwechsels von Felix Magath zu Ottmar Hitzfeld nach zwei Spieltagen der Rückrunde wurden

die Münchner nur Tabellenvierter und qualifizierten sich damit zum ersten Mal seit zehn Jahren

 nicht für die UEFA Champions League. Insbesondere die zehn Saisonniederlagen, viele davon

gegen Abstiegskandidaten, beraubten die Bayern spätestens fünf Spieltage vor Saisonende aller

 Meisterschaftsträume. Schalke 04 führte die Tabelle weiterhin an, zwei Punkte hinter den

Gelsenkirchenern lag Werder Bremen auf Rang zwei, Stuttgart folgte ebenfalls mit zwei Punkten

Abstand. Da die Schwaben jedoch die letzten acht Saisonspiele für sich entscheiden konnten und die

 beiden Konkurrenten an den letzten Spieltagen jeweils zweimal patzten (Schalke unterlag auswärts in

 Bochum und Dortmund, Bremen verlor in Bielefeld und gegen Frankfurt), sicherte sich der VfB

am 34. Spieltag durch ein 2:1 gegen Energie Cottbus seine fünfte Meisterschaft. Es war der erste Titel

 für die Schwaben seit dem DFB-Pokal 1997, in dessen Finale der VfB seinerzeit ebenfalls gegen

 Cottbus gewann.

Abstiegskampf

Mit Ausnahme der Mannschaften von Bayer 04 Leverkusen und vom 1. FC Nürnberg, die bis zum Ende

 der Saison um den fünften Platz kämpften, steckten die anderen zwölf Mannschaften der Liga bis

wenige Spieltage vor Schluss im Abstiegskampf, was in dieser Konstellation bisher einmalig war.

Dabei war allen Mannschaften gemein, dass sie sowohl längere Schwächephasen als auch Erfolgsserien

 hatten; abgesehen von Borussia Mönchengladbach, das zwar mit vier Heimsiegen in die Saison gestartet,

 bis zur Winterpause aber in die Niederungen der Tabelle abgerutscht war und dem FSV Mainz 05, der

vom 9. bis zum 21. Spieltag in der Abstiegszone verweilte, befand sich kein Verein über längere

 Zeiträume auf einem Abstiegsplatz.

In die Hinrunde startete Hannover 96 zunächst mit null Punkten aus den ersten drei Spielen und dem

 ersten Trainerwechsel von Peter Neururer zu Dieter Hecking schwach, konnte sich später aber ins

Mittelfeld der Liga absetzen. Dafür blieben vor allem Mainz 05 und der Hamburger SV weit unter

 ihren Möglichkeiten, die jeweils nur einen Sieg verbuchten und abgeschlagen auf den letzten beiden

Plätzen überwinterten. Da beide Mannschaften (der Hamburger SV mit dem neuen Trainer Huub Stevens)

 jedoch mit Siegesserien in die Rückrunde starteten, entwickelte sich schnell eine der spannendsten

Abstiegsentscheidungen in der Geschichte der Bundesliga. Borussia Dortmund und Arminia Bielefeld

rettete beispielsweise erst der zweite Trainerwechsel der Saison – in Dortmund waren zunächst

 Bert van Marwijk und Jürgen Röber gescheitert, so dass der zuvor vom Hamburger SV entlassene

 Thomas Doll das Team vor dem Abstieg retten musste, bei der Arminia richtete es nach dem Absturz

auf einen Abstiegsplatz unter Thomas von Heesen und Frank Geideck erst der Bielefelder

 „Jahrhunderttrainer“ Ernst Middendorp.

Souverän sicherten sich die beiden Aufsteiger vom VfL Bochum und Energie Cottbus den Klassenerhalt;

beide spielten vor allem auswärts überraschend stark und verfügten zudem mit Theofanis Gekas bzw.

Sergiu Radu über ebenso preiswerte wie erfolgreiche Stürmer. Der dritte Aufsteiger aus Aachen musste

dagegen absteigen; nachdem die Mannschaft nach dem 26. Spieltag mit 33 Punkten bereits gerettet schien,

holte sie aus den letzten acht Partien nur noch einen Punkt. Auch Mainz 05 konnte zum Saisonende nicht

 mehr zulegen und stieg nach drei Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit in die zweite Liga ab. Der

Hamburger SV zog nach einer starken Rückrunde (in der Rückrundentabelle Zweiter hinter dem Meister

 aus Stuttgart) noch in den internationalen Wettbewerb ein und qualifizierte sich über den UI-Cup für

den UEFA-Pokal.

 

 

Bor. Mönchengladbach .:. Kader 2007/2008

Torhüter

21

Uwe Gospodarek

 

06.08.1973

 

1

Christofer Heimeroth

 

01.08.1981

 

19

Frederic Löhe

 

12.08.1988

 

Abwehr

20

Kasper Bøgelund

 

08.10.1980

 

4

Roel Brouwers

 

28.11.1981

 

3

Filip Daems

 

31.10.1978

 

5

Steve Gohouri

 

08.02.1981

 

15

Thomas Kleine

 

28.12.1977

 

22

Tobias Levels

 

22.11.1986

 

18

Tim Rubink

 

12.01.1988

 

2

Sebastian Schachten

 

06.11.1984

 

13

Alexander Voigt

 

13.04.1978

 

Mittelfeld

29

Alexander Baumjohann

 

23.01.1987

 

7

Soumaila Coulibaly

 

15.04.1978

 

26

Robert Fleßers

 

11.02.1987

 

11

Marko Marin

 

13.03.1989

 

23

Marcel Ndjeng

 

06.05.1982

 

17

Patrick Paauwe

 

27.12.1975

 

6

Eugen Polanski

 

17.03.1986

 

8

Sebastian Svård

 

15.01.1983

 

14

Sharbel Touma

 

25.03.1979

 

28

Johannes van den Bergh

 

21.11.1986

 

Sturm

30

Roberto Colautti

 

24.05.1982

 

16

Rob Friend

 

23.01.1981

 

25

Moses Lamidi

 

05.01.1988

 

27

Oliver Neuville

 

01.05.1973

 

9

Nando Rafael

 

10.01.1984

 

10

Sascha Rösler

 

28.10.1977

 

Trainer

 

Jos Luhukay

 

13.06.1963

 

Co-Trainer

 

Markus Gellhaus

 

09.06.1970

 

Torwart-Trainer

 

Uwe Kamps

 

12.06.1964

 

 

1.Borussia Mönchengladbach

Saisonverlauf

Die 2. Bundesliga 2007/08 startete am 10. August 2007 und endete am 18. Mai 2008. In dieser Saison

sind als Vorjahres-Absteiger aus der Bundesliga der 1. FSV Mainz 05, Alemannia Aachen und

 Borussia Mönchengladbach vertreten. Aufsteiger sind der SV Wehen und die TSG Hoffenheim aus

der Regionalliga Süd, sowie der FC St. Pauli und der VfL Osnabrück aus der Regionalliga Nord.

Zur Saison 2007/08 änderten zwei Vereine ihre Namen: Der SV Wehen hieß nun „SV Wehen Wiesbaden“,

um auf den neuen Spielort aufmerksam zu machen.[1] Und auch die TSG Hoffenheim spielte ab dieser

Spielzeit unter einer anderen Abkürzung ihres Namens, nämlich „1899 Hoffenheim“.[2]

Erster Aufsteiger in die Bundesliga war Borussia Mönchengladbach, das sich am 32. Spieltag mit 3:0

gegen den SV Wehen Wiesbaden durchsetzte. Am selben Spieltag wurde auch der Abstieg von

Carl Zeiss Jena durch eine 0:5-Niederlage beim FC Erzgebirge Aue besiegelt. Am 33. Spieltag konnte

der 1. FC Köln durch einen 2:0-Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05 den Aufstieg in die Bundesliga perfekt

 machen. Außerdem stand an diesem Spieltag der Abstieg für den FC Erzgebirge Aue und den

SC Paderborn 07 fest. Beiden reichte ein Unentschieden nicht. Dritter Aufsteiger wurde

1899 Hoffenheim durch einen 5:0-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth am 34. Spieltag, zugleich

stieg Kickers Offenbach als vierter Verein in die Drittklassigkeit ab.

Bemerkenswert war vor allem das Abschneiden der Aufsteiger: Alle vier Vereine konnten die Klasse

 halten, 1899 Hoffenheim schaffte sogar den „Durchmarsch“ in die Bundesliga.

 

 

 

Bor. Mönchengladbach .:. Kader 2008/2009

Torhüter

30

Logan Bailly

 

27.12.1985

 

1

Christofer Heimeroth

 

01.08.1981

 

18

Frederic Löhe

 

12.08.1988

 

Abwehr

4

Roel Brouwers

 

28.11.1981

 

6

Jan-Ingwer Callsen-Bracker

 

23.09.1984

 

3

Filip Daems

 

31.10.1978

 

31

Dante

 

18.10.1983

 

32

Christian Dorda

 

06.12.1988

 

5

Steve Gohouri

 

08.02.1981

 

20

Jean-Sébastien Jaurés

 

30.09.1977

 

15

Thomas Kleine

 

28.12.1977

 

22

Tobias Levels

 

22.11.1986

 

2

Sebastian Schachten

 

06.11.1984

 

Mittelfeld

19

Gal Alberman

 

17.04.1983

 

29

Alexander Baumjohann

 

23.01.1987

 

26

Michael Bradley

 

31.07.1987

 

7

Soumaila Coulibaly

 

15.04.1978

 

8

Tomás Galásek

 

15.01.1973

 

37

Tony Jantschke

 

07.04.1990

 

11

Marko Marin

 

13.03.1989

 

17

Patrick Paauwe

 

27.12.1975

 

13

Paul Stalteri

 

18.10.1977

 

14

Sharbel Touma

 

25.03.1979

 

28

Johannes van den Bergh

 

21.11.1986

 

Sturm

9

Roberto Colautti

 

24.05.1982

 

16

Rob Friend

 

23.01.1981

 

25

Moses Lamidi

 

05.01.1988

 

40

Karim Matmour

 

25.06.1985

 

27

Oliver Neuville

 

01.05.1973

 

 

Trainer

      Hans Meyer  

 

Co-Trainer

 

Jürgen Raab

 

20.12.1958

 
 

Manfred Stefes

 

28.03.1967

 

Torwart-Trainer

 

Uwe Kamps

 

12.06.1964

 

15. Borussia Mönchengladbach

Saisonverlauf

Meisterschaftsentscheidung

Meister der Saison 2008/09 wurde der VfL Wolfsburg, was für viele als Überraschung galt. Dieser Erfolg

 war eng verknüpft mit dem Trainer Felix Magath, der die Niedersachsen schon ein Jahr zuvor als Fünfter

 in den UEFA-Pokal geführt hatte – in den beiden Saisons zuvor wären die Wolfsburger jeweils als

15. fast abgestiegen. Wenige Spieltage vor Schluss hatte Magath allerdings trotz des Titelkampfes bekannt

 gegeben, in der kommenden Saison für Schalke 04 zu arbeiten. Nach Ende der Hinrunde belegte

Wolfsburg nur Rang neun, als beste Rückrundenmannschaft holte sie den Rückstand auf und gewann

den Titel. Ähnlich ambivalent zeigte sich der VfL auch in anderer Hinsicht: In der Auswärtstabelle

belegte er lediglich Platz acht, im eigenen Stadion verpasste er allerdings nur zwei Punkte. Höchste

Siege dort waren das 5:1 gegen den FC Bayern München, das 5:1 gegen Werder Bremen und das 4:0

gegen 1899 Hoffenheim.

Der von vielen als Favorit eingestufte FC Bayern München spielte nach dem Double des Vorjahres unter

 den Erwartungen vieler. Ohne einmal Tabellenführer gewesen zu sein, hatten die Münchner, die ihren

 neuen Trainer Jürgen Klinsmann fünf Spieltage vor Schluss durch Jupp Heynckes ersetzt hatten, im

 letzten Spiel zwar noch Chancen auf die Meisterschaft, beendeten die Saison dann aber ohne Titel.

Der VfB Stuttgart war, gemessen an den eigenen Erwartungen, schwach in die Saison gestartet, was

zur Entlassung des Meistertrainers von 2007, Armin Veh, führte. Nachfolger wurde Markus Babbel,

der noch keinen Trainerschein besaß. Unter ihm konnten sich die Schwaben bis in den

 Meisterschaftskampf hocharbeiten, verloren aber am letzten Spieltag das direkte Duell um Platz zwei

bzw. eins – je nach Resultat von Wolfsburg – bei Bayern München mit 1:2.

Als weitere Überraschung neben dem VfL Wolfsburg galt Hertha BSC. Erstmals in der Vereinsgeschichte

 führten die von Lucien Favre trainierten Berliner in der Rückrunde sogar mehrere Spieltage die Tabelle

an. An den letzten Spieltagen verspielten sie allerdings die Qualifikation zur Champions League und

belegten Rang vier (0:0 gegen Schalke, 0:4 beim Karlsruher SC).

Mittelfeld

Der Hamburger SV unter dem zu Saisonbeginn gekommenen Trainer Martin Jol spielte lange Zeit um

die Meisterschaft mit. Als besonderer Saisonhöhepunkt galten die sogenannten Norddeutschen

Festspielwochen, als Hamburg viermal innerhalb von 19 Tagen in verschiedenen Wettbewerben gegen

 den Erzrivalen Werder Bremen antreten musste, wobei der HSV sowohl im DFB-Pokal als auch im

 UEFA-Cup ausschied. Zum Abschluss gewann Bremen auch im Bundesliga-Heimspiel am 10. Mai

mit 2:0. Allerdings blieb Hamburg erstmals seit sechs Jahren in der Liga vor den Bremern. Das 3:2 in

Frankfurt in der 90. Minute am letzten Spieltag bedeutete Platz fünf vor Dortmund, das sich unter dem

 neuen Trainer Jürgen Klopp mit dem sechsten Tabellenplatz deutlich verbessern konnte, auch wenn

der erhoffte internationale Startplatz ausblieb. Dabei bedeuteten die 59 Punkte der Borussia die höchste

Zahl der Bundesligageschichte, mit der jemals der fünfte Tabellenplatz verfehlt wurde.

Der Aufsteiger 1899 Hoffenheim hatte in der Hinrunde unter großer medialer Aufmerksamkeit die

Herbstmeisterschaft errungen. In der Rückrunde zeigte sich das Team von Ralf Rangnick dann aber

deutlich schwächer und rutschte auf Platz sieben ab. Der von Fred Rutten geführte FC Schalke 04,

der mit gewissen Titelambitionen gestartet war, blieb von Anfang an hinter vielen Erwartungen und

Anforderungen zurück, was zur Entlassung des Trainers führte. Mit dem achten Platz erreichte Schalke

 zum ersten Mal seit neun Jahren keinen europäischen Wettbewerb. Auch Bayer Leverkusen, das ein

Jahr zuvor schon wegen des siebten Platzes den Trainer gewechselt hatte, erreichte unter Bruno Labbadia

die Ziele nicht. Die Mannschaft von Werder Bremen hingegen schwächelte von Beginn an und belegte am

 Ende mit Platz zehn den schlechtesten Platz seit zehn Jahren. Im UEFA-Pokal kam sie allerdings bis in das

 Finale, und mit dem Gewinn des DFB-Pokals gelang am Ende doch noch der Einzug in den internationalen

 

 Wettbewerb. Auch Hannover 96 konnte sein Ziel, die Qualifikation für die Europa League, nicht

erreichen. Die Niedersachsen litten in dieser Saison bei einer leicht überdurchschnittlichen Heimbilanz

vor allem unter ihrer Auswärtsschwäche.

Abstiegskampf

Tabellenletzter wurde Arminia Bielefeld; die Entlassung Michael Frontzecks und die Beschäftigung

Jörg Bergers für ein Spiel hatte dies nicht verhindern können, im Gegenteil: Die Ostwestfalen lagen lange

 Zeit auf dem 16. Tabellenplatz, der zur Relegation berechtigt. Am letzten Spieltag rutschten sie durch

 ein 2:2 gegen Hannover 96 auf den letzten Platz. Der zweite direkte Absteiger war als Tabellen-Vorletzter

der Karlsruher SC unter Trainer Edmund Becker. Bojan Prašnikar, der den FC Energie Cottbus im Vorjahr

 noch vor dem Abstieg retten konnte, belegte mit seinem Team am Ende den Relegationsplatz und unterlag

 in den beiden Entscheidungsspielen dem 1. FC Nürnberg (0:3 und 0:2), wobei der Trainer bereits nach

dem Hinspiel seinen Rücktritt ankündigte. Erfolgreicher war Hans Meyer, der schon in der Hinrunde

Jos Luhukay als Trainer des derzeitigen Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach abgelöst hatte und

die „Fohlen“ auf Platz 15 führte, seinen Vertrag allerdings nach der Saison auflösen ließ. Auch der

VfL Bochum, der am Ende Vierzehnter wurde, hatte an einigen Tagen auf einem Abstiegsplatz gelegen.

Wenig spektakulär war die Saison für Hannover 96, den 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt verlaufen,

welche in der Abschlusstabelle die Plätze elf bis dreizehn einnahmen, was besonders für den Aufsteiger

 Köln als Erfolg gilt.

Bemerkenswert waren die niedrigen Punktzahlen der Abstiegskandidaten: Nie zuvor seit der Einführung

 des dritten Absteigers 1974 schaffte ein Team mit weniger als 34 Punkten (gerechnet nach der

 Dreipunkteregel) den Klassenerhalt. In dieser Saison erreichten dies hingegen gleich drei Teams:

Frankfurt, Bochum und Mönchengladbach. (In der folgenden Saison sollten dies zwei weitere Teams

schaffen: Hannover und (über die Relegation) Nürnberg; 2012/13 dann der FC Augsburg.)

 

 

 

Bor. Mönchengladbach .:. Kader 2009/2010

Torhüter

30

Logan Bailly

 

27.12.1985

 

1

Christofer Heimeroth

 

01.08.1981

 

21

Frederic Löhe

 

12.08.1988

 

41

Marc-André ter Stegen

 

30.04.1992

 

Abwehr

4

Roel Brouwers

 

28.11.1981

 

6

Jan-Ingwer Callsen-Bracker

 

23.09.1984

 

3

Filip Daems

 

31.10.1978

 

31

Dante

 

18.10.1983

 

23

Christian Dorda

 

06.12.1988

 

24

Tony Jantschke

 

07.04.1990

 

20

Jean-Sébastien Jaurés

 

30.09.1977

 

15

Thomas Kleine

 

28.12.1977

 

22

Tobias Levels

 

22.11.1986

 

Mittelfeld

19

Gal Alberman

 

17.04.1983

 

18

Juan Arango

 

17.05.1980

 

26

Michael Bradley

 

31.07.1987

 

42

Patrick Herrmann

 

12.02.1991

 

14

Thorben Marx

 

01.06.1981

 

8

Marcel Meeuwis

 

31.10.1980

 

13

Roman Neustädter

 

18.02.1988

 

7

Paul Stalteri

 

18.10.1977

 

Sturm

29

Fabian Bäcker

 

28.05.1990

 

10

Raúl Bobadilla

 

18.06.1987

 

9

Roberto Colautti

 

24.05.1982

 

16

Rob Friend

 

23.01.1981

 

25

Moses Lamidi

 

05.01.1988

 

40

Karim Matmour

 

25.06.1985

 

27

Oliver Neuville

 

01.05.1973

 

11

Marco Reus

 

31.05.1989

 

Trainer

 

Michael Frontzeck

 

26.03.1964

 

Co-Trainer

 

Frank Geideck

 

02.04.1967

 
 

Manfred Stefes

 

28.03.1967

 

Torwart-Trainer

 

Uwe Kamps

 

12.06.1964

 

12. Borussia Mönchengladbach

Saisonverlauf

Oberes Tabellendrittel

Nach einem Jahr ohne Meisterschaft gewann der FC Bayern München nun wieder die Schale. Trainiert

wurde er dabei von Louis van Gaal, der als erster niederländischer Trainer diesen Titel holte. Nach

Schwierigkeiten zu Saisonbeginn – in der Öffentlichkeit wurde bereits über seine Entlassung spekuliert

 – gelang es van Gaal, das Spielsystem der Bayern auf einen attraktiven, auf Ballbesitz basierenden

Angriffsfußball umzustellen. Bezeichnend war dabei das Spiel über die Außenbahnspieler Franck Ribéry

und dem vom Trainer nach wenigen Spieltagen von Real Madrid zum FC Bayern gelotsten

niederländischen Nationalspieler Arjen Robben. Angetrieben wurde das Spiel der Bayern im Mittelfeld

durch die Doppelsechser Bastian Schweinsteiger und Mark van Bommel. Van Gaal profilierte sich

 erneut als Förderer von Nachwuchsspielern und integrierte die aus dem Jugendbereich des Vereins

 stammenden Thomas Müller und Holger Badstuber, die auch bald zum Nationalspieler avancierten,

und Diego Contento in die Mannschaft. Am 24. Spieltag übernahmen die Münchner erstmals nach über

eineinhalb Jahren wieder die Tabellenführung und mussten sie nur noch einmal am 28. Spieltag abgeben.

Nach der Saison gewannen die Bayern auch noch das Pokalfinale gegen Werder Bremen mit 4:0 und

 standen im Champions-League-Finale, in dem sie mit 0:2 gegen Inter Mailand unterlagen.

Der FC Schalke 04 ging mit dem dreifachen „Meistermacher“ Felix Magath in die Saison, und nach

zwei Auftaktsiegen übernahmen die Knappen für einen Tag die Tabellenführung. In der Rückrunde lag

Schalke nie schlechter als auf Platz drei und übernahm am 28. Spieltag noch einmal die Führung der

Tabelle, verlor diese jedoch schon am Spieltag darauf durch eine 1:2-Heimniederlage gegen den

FC Bayern. Am Ende bedeutete die neunte Vizemeisterschaft der Vereinsgeschichte einen großen Erfolg

 für den finanziell angeschlagenen Klub, der mit seiner relativ jungen Mannschaft mit nur wenigen

bekannten Spielern zu Anfang der Saison keineswegs als Titelanwärter gehandelt wurde. Mittelstürmer

Kevin Kurányi erreichte mit 18 Toren seine beste Saisonbilanz und erklärte nach fünfjährigem Gastspiel

nach Saisonende seinen Abgang.

Für den von Thomas Schaaf trainierten SV Werder Bremen verlief die Saison wechselhaft. Nach einem

 durchwachsenen Start lag der Verein gegen Ende der Hinrunde für fünf Spiele auf Platz zwei. Es folgte

 jedoch wieder eine schwächere Phase mit fünf Niederlagen in Serie zwischen dem 16. und 20. Spieltag.

Bis zum Ende der Saison gab es aber nur noch eine Niederlage in Dortmund. Der 2:0-Erfolg am

vorletzten Spieltag bei Schalke sicherte den Bayern praktisch die Meisterschaft und dem SV Werder

das Erreichen des Champions-League-Qualifikationsplatzes, was angesichts des Saisonverlaufs als Erfolg

 betrachtet wurde. Claudio Pizarro war der herausragende Stürmer der Hanseaten und wurde mit 16 Toren

 in 26 Spielen Fünfter der Torschützenliste. Die talentierten Jungspieler Marko Marin und Mesut Özil

boten teils hervorragende Leistungen und fanden beide, nebst Torhüter Tim Wiese und dem

Abwehrrecken Per Mertesacker, Berücksichtigung für den WM-Kader – im Gegensatz zu Torsten Frings,

 dem auch ein starkes Saisonfinale nicht half.

Bayer Leverkusen begann unter dem neuen Trainer Jupp Heynckes die Saison stark, zeigte offensiven,

technisch veranlagten Fußball, lag vom achten bis zum 23. Spieltag ununterbrochen auf Platz eins und

blieb sogar bis zum 25. Spieltag ungeschlagen. Der erfahrene, vom FC Liverpool gekommene finnische

Nationalspieler Sami Hyypiä stabilisierte die Abwehr, Stefan Kießling sorgte im Sturm für Furore und

beendete die Saison mit 21 Toren als Zweiter der Torschützenliste. Das vom FC Bayern ausgeliehene

Talent Toni Kroos wusste oft im offensiven Mittelfeld zu beeindrucken und erspielte sich sein Debüt in

der Nationalmannschaft sowie, neben Kießling, einen Platz im WM-Kader. Gegen Saisonende verfiel

die Form der Leverkusener zusehends, so dass es in den letzten zehn Spielen gleich fünf Niederlagen bei

 nur drei Siegen setzte. Am Ende musste sich die Mannschaft, die fast schon für die Champions League

 qualifiziert zu sein schien, sich mit einem Platz in der Europa League zufriedengeben.

Borussia Dortmund startete unter Jürgen Klopp eher schwach in die Saison. Nach einem Tiefstand auf

Platz 15 am siebten Spieltag begann jedoch eine Aufholjagd. Zeitweise machte man sich sogar Hoffnung

 auf einen Champions-League-Platz, doch zum dritten Rang reichte es nie ganz. Schließlich wurde

der BVB Fünfter, die beste Platzierung seit Platz drei im Jahr 2003, und erreichte die Teilnahme an

der Europa League. Der Argentinier Lucas Barrios trug mit 19 Toren entscheidend zum Abschneiden

der Schwarzgelben bei und holte sich den dritten Platz in der Torschützenliste.

Der VfB Stuttgart hatte wie schon in den Jahren zuvor einen schwachen Saisonstart. Der vorletzte

Tabellenplatz am 14. Spieltag führte alsbald zur Ablösung von Trainer Markus Babbel durch den

Schweizer Christian Gross. In der Rückrunde hatte der VfB jedoch die beste Bilanz aller Vereine

 aufzuweisen, sodass die Schwaben noch einen internationalen Startplatz erreichen konnten. Starke

Spieler des VfB waren unter anderem Sami Khedira und der gebürtige Brasilianer Cacau, die sich

 beide in das deutsche Weltmeisterschaftsaufgebot spielten.

Mittelfeld

Der Hamburger SV mit dem neuen Trainer Bruno Labbadia legte stark los: zu Anfang nur zwei Remis

bei sechs Siegen, Platz eins vom vierten bis zum siebten Spieltag. Insbesondere der vom FC Bayern

gekommene Mittelfeld-Senior Zé Roberto beeindruckte in dieser Phase. Doch von dann an ging es

sukzessive bergab. Die Öffentlichkeit sah hier Parallelen zum im Vorjahr ebenso von Labbadia

trainierten Bayer Leverkusen. Langwierige Verletzungen des Brasilianers und des Mittelstürmers

Paolo Guerrero waren auch wenig hilfreich, genauso wenig wie die Verpflichtung des bei Real Madrid

ausgemusterten vormaligen Mittelstürmers der holländischen Nationalmannschaft Ruud van Nistelrooy.

 Zu Saisonende stand das Vordringen in das im Hamburger Stadion stattfindende Finale der Europa

League im Vordergrund. Auch die Entlassung von Labbadia nach einer 1:5-Niederlage bei der

TSG 1899 Hoffenheim am 32. Spieltag – Techniktrainer Ricardo Moniz folgte ihm nach – half dem

HSV nicht zum Erreichen der Saisonziele. Eine Niederlage im Halbfinale der Europa League beim

FC Fulham in London beendete die Hoffnungen in diesem Wettbewerb. In der Bundesliga wurden

die Hanseaten schließlich nur Siebter und erreichten erstmals seit der Saison 2001/02 keinen

internationalen Startplatz.

Der amtierende Meister VfL Wolfsburg, der nach dem Abgang Magaths vom einstigen Stuttgarter

Meistertrainer Armin Veh trainiert wurde, übernahm gleich zu Saisonbeginn die Tabellenführung.

Doch bereits nach dem dritten Spieltag rutschte der Verein nach drei Niederlagen in Serie ins Mittelfeld ab.

 Kurzfristig schienen sich die Wölfe zu stabilisieren, doch ab dem 13. Spieltag folgte eine Serie von zehn

sieglosen Partien. Nach deren sieben waren die Tage von Armin Veh gezählt, und er wurde von

 Lorenz-Günther Köstner, dem Trainer der Vereinsamateure, abgelöst. Unter diesem erreichte der

Klub zwischenzeitlich eine Serie von sieben Siegen in acht Spielen – nur unterbrochen durch eine

 1:5-Heimniederlage gegen Absteiger Hertha BSC. Insgesamt brachte es der VfL unter Köstner auf

1,73 Punkte pro Spiel, und unter Veh auf 1,26 Punkte. Am Ende stand Platz acht. Mit 22 Toren beerbte

 Edin Džeko seinen Sturmpartner Grafite, diese Saison nur elf Treffer, als besten Torjäger der Liga –

es war das erste Mal in der Bundesligageschichte, dass zwei verschiedene Spieler aus einem Verein

nacheinander Torschützenkönig wurden. Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme erfüllten sich weder für

 Alexander Madlung noch Christian Gentner, neun der Legionäre, wie die Brasilianer Josué und Grafite,

fanden aber Berücksichtigung für die vorläufigen Aufgebote ihrer Heimatländer.

Der Wiederaufsteiger FSV Mainz 05 erlebte die erfolgreichste Bundesligaspielzeit seiner Geschichte.

Zwar sorgte der Verein zunächst für Aufsehen, als er eine Woche vor Saisonbeginn aus dem DFB-Pokal

ausschied und darauf den Aufstiegstrainer Jørn Andersen entließ und durch Thomas Tuchel ersetzte,

 unter diesem geriet der Verein jedoch nie in Abstiegsgefahr, belegte in der Hinrunde zeitweise sogar

 Europa-League-Startplätze und beendete das Jahr auf Platz neun. Unter den Spielern fielen besonders

 Andreas Ivanschitz, der ehemalige Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft, Torjäger

Aristide Bancé und Torwart Heinz Müller, der nach fünf Jahren im Ausland nach Deutschland

 zurückgekehrt und eigentlich nur als Ersatzspieler vorgesehen war, auf.

Die von Michael Skibbe trainierte Mannschaft von Eintracht Frankfurt lag die gesamte Saison über

 im Mittelfeld der Tabelle und beendete sie auf Rang zehn. Dabei musste die Mannschaft ab dem

zehnten Spieltag den Ausfall ihres griechischen Stürmers Ioannis Amanatidis kompensieren.

Die TSG 1899 Hoffenheim unter Ralf Rangnick, im Vorjahr als Aufsteiger mit begeisterndem

Fußball noch überraschend Herbstmeister, startete schwach, schaffte am siebten Spieltag noch einmal

einen Aufstieg auf Platz drei. Von da an setzte ein Abwärtstrend ein, der den Verein beinahe in die

Nähe der Abstiegsplätze führte. Frustrierte Fans blockierten nach dem Spiel in Köln den Mannschaftsbus,

intern stand der Haussegen schief und Manager Jan Schindelmeiser erklärte seinen Abschied. Am Ende

wurde die Mannschaft Elfter. Ex-Nationaltorwart Timo Hildebrand beendete die Saison ohne

Vertragsverlängerung, Verteidiger Andreas Beck schaffte es nur ins vorläufige WM-Aufgebot.

Für Borussia Mönchengladbach unter Michael Frontzeck war die Saison relativ unspektakulär verlaufen.

 Nach einem ordentlichen Start gab es einen Tiefpunkt gegen Mitte der Hinrunde, danach kam der

 Verein nicht mehr in größere Probleme. Beinahe genauso erging es auch dem Rivalen vom 1. FC Köln

 unter Zvonimir Soldo.

Abstiegskampf

Auch Aufsteiger SC Freiburg zeigte eine ähnliche Saisonkurve wie Mönchengladbach und Köln,

verfügte aber über einen niedrigen Punkteabstand. Robin Dutt wurde zum einzigen Trainer eines

unmittelbar abstiegsbedrohten Vereins, der nicht gewechselt wurde.

Für Hannover 96 wurde die Saison vom Suizid des Torwarts und Mannschaftskapitäns Robert Enke

überschattet. Bereits zuvor war Trainer Dieter Hecking zurückgetreten und von Andreas Bergmann

abgelöst worden. Nach dem Tod Enkes nach dem zwölften Spieltag brach der Verein auch sportlich

 ein und belegte über weite Teile der Rückrunde einen Abstiegs- oder Relegationsplatz, was auch der

dritte Trainer Mirko Slomka zunächst nicht ändern konnte. Erst am vorletzten Spieltag gelang mit

einem 6:1-Sieg über Borussia Mönchengladbach der Sprung auf den letzten direkten Nichtabstiegsplatz,

der zuletzt mit einem Sieg über Bochum verteidigt wurde.

Der 1. FC Nürnberg befand sich die ganze Saison über im Abstiegskampf. Nachdem die letzten vier

Hinrundenspiele besonders schlecht ausgegangen waren, wurde Aufstiegstrainer Michael Oenning

durch Dieter Hecking ersetzt. Am 25. Spieltag gelang nach einem Sieg über die bislang ungeschlagenen

 Leverkusener das Erreichen eines direkten Nichtabstiegsplatzes. Dieser ging jedoch am vorletzten

 Spieltag wieder verloren, sodass die Franken in der Relegation antreten mussten. Nachdem sie erst

ein Jahr zuvor auf diesem Wege den Aufstieg erreicht hatten, gelang ihnen diesmal der Klassenerhalt

 gegen den FC Augsburg. Somit stiegen erstmals seit der Saison 1989/90 wieder nur zwei Vereine ab.

Besonders Albert Bunjaku ragte bei den Franken heraus. Nachdem er im Jahr zuvor noch drittklassig

gespielt hatte, erzielte er nun zwölf Tore und wurde zum Schweizer Nationalspieler.

Auch der VfL Bochum erlebte eine schwierige Saison. Nachdem man noch mit Marcel Koller begonnen

hatte und diesen interimsmäßig durch dessen Co-Trainer Frank Heinemann ersetzt hatte, war ab

em 28. Oktober Heiko Herrlich für die Mannschaft verantwortlich. Nach einem ordentlichen

Hinrundenende schaffte es der VfL zu Beginn der Rückrunde, sich einige Punkte von den

Abstiegsrängen abzusetzen. Am Ende stand dann aber doch der Abstieg nach vier Jahren Erstklassigkeit,

 den auch Dariusz Wosz als Trainer der letzten beiden Spiele nicht verhindern konnte.

Zum Debakel wurde die Spielzeit für Hertha BSC. Nach dem vierten Tabellenplatz in der Vorsaison

startete der Klub mit einigen Ansprüchen. Doch schon am sechsten Spieltag übernahmen die Berliner

den letzten Tabellenplatz, den sie bis zuletzt nicht mehr verlassen konnten und somit nach 13 Jahren

Bundesligazugehörigkeit abstiegen. Mit 16 sieglosen Heimspielen in Folge stellte die Hertha zudem

einen neuen Bundesliga-Negativrekord auf. Dass Trainer Lucien Favre durch Friedhelm Funkel ersetzt

 worden war, blieb letztlich ohne Erfolg, genau wie die Leihe des einstigen Torschützenkönigs

Theofanis Gekas zur Winterpause.

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